Mein Jahresrückblick 2009

No Gravatar

ARD, ZDF, RTL, SAT1, Phönix, usw. usw. Alle nutzen sie die letzten Wochen und Tage des Jahres für ihren Rückblick.

Ich mag das. Da wird in 60-240 Minuten nochmal alles (mehr oder weniger) Wichtige und die heraus stechenden Persönlichkeiten des abgelaufenen Jahres gezeigt.

Heute gebe ich meinen persönlichen Rückblick zu virtuellem Papier. Wer also keine Jahresrückblicke mag, bitte jetzt umschalten Smile

Dieses Jahr schaue ich dabei über meinen Futternapfrand hinaus und verschone Euch auch nicht mit Dingen, die gar nicht mir persönlich widerfahren sind.

Januar 2009

Der erste Monat des “Superwahljahres”, des “Krisenjahres”, des “Schweinegrippenjahres”, des “Wachstumsbeschleunigungsgesetzjahres”, des “Opelkrisenjahres”, des “…jahres”. Da die Gesellschaft für deutsche Sprache erst vor wenigen Tagen Abwrackprämie zum Wort des Jahres gekürt hat, nenne ich 2009 das “Abwrackprämienjahr”.

Und was fing dieses Abwrackprämienjahr so toll an:
Ganz früh in diesem Jahr, so was von sehr früh, kam unsere Finja als Bajana vom Wispergrund zur Welt, nämlich gleich am 1. Januar.

Am 20. Januar wurde dann der Hoffnungsträger der USA (und viele anderer Nationen) vereidigt:  “Obama, yes you can!”
Nunja, Vorschusslorbeeren hat er ja reichlich geerntet, siehe auch der Monat Oktober.  Ihr wisst schon, was ich meine.
Sehen wir auf die letzten Monate zurück, haben sicherlich viele gehofft, dass Obama mehr bewegt hätte. Aber hallo! Was sein Amtsvorgänger in zwei Legislaturperioden verzapft hat, das kann keiner in 12 Monaten wieder hinbiegen.

Erinnert Ihr Euch an den 16. Januar? Nein? Solltet Ihr aber.

You need to a flashplayer enabled browser to view this YouTube video


Chesley B. Sullenberger ist mein Held des Jahres 2009.

Februar 2009

Kalt war es. Lange kalt im Winter 2008/2009. Dagegen half nur kuscheln unter der Fleecedecke.

März 2009

Jaja, der März…..

Der fing doch gleich damit an, dass Frauchen und Herrchen mich sowas von veräppelt haben. Tun so, als ob ich mir die Finja ausgesucht hätte. Unter diesem Link könnt Ihr die ganze Geschichte nochmal nachlesen. Klar, dass sie mir die Kleine untergejubelt haben, aber jetzt behalte ich sie auch Smile

Im März hatte ich dann auch so meinen Spaß mit meinen drei Mädels Smile

Der Monat fing mit Finja super an und hörte, wie ich finde, auch ganz OK auf. Endlich musste mal ein Firmenboss wegen Bespitzelung der Mitarbeiter seinen Hut nehmen: Hartmut Mehdorn

April 2009

Viele von meinen Freunden wissen es ja schon: Die Finja hat uns in den ersten Wochen reichlich Kummer bereitet. Ich habe zwei Sachen noch nicht in meinem Tagebuch geschrieben, aber wir hatten einen schweren Start. “Wir”? Ne, stimmt nicht, nur Herrchen und Frauchen! Ich hatte nie ein Problem Smile

Also, was war los?
Die ersten Wochen hat Finja genau zwei Dinge gemacht: Getrunken und das Getrunkene ausgeschieden. Ohne Ende. Trinken, pinkeln. Das war quasi eines. Sie ging zum Napf, trank was, setzte oder legte sich für Sekunden hin, stand auf und strullerte. Legte oder setze sich für Sekunden, stand auf, trank was……………..

Ehrlich! Ich habe weder Herrchen noch Frauchen so verzweifelt gesehen, vorher. Später noch viel schlimmer, dazu kommen wir noch.

Nach ca. zwei bis drei Wochen gab sich dieser Teufelslauf des trinken-strullern-trinken-strullern endlich und es war dann auch an Stubenreinheit zu denken.

Das war also überstanden, aber jetzt ging es richtig los Frown

Durchfall! Wahnsinnsdauerdurchfall.

Dachten wir Mitte April noch, dass saccharolytische Keime Schuld an ihrem schlimmen Durchfall sind, hat sich dieser Verdacht leider nicht bewahrheitet. Stattdessen stand der Verdacht des Lebershunts im Raum, was sehr wahrscheinlich Finjas Todesurteil bedeutet hätte.
Nun waren Frauchen und Herrchen endgültig am Ende. Selbst ich habe es nicht mehr geschafft, die Tränen weg zu trösten.

Finjas Ultraschalluntersuchung war auch noch verdächtig, sprich, der Shunt konnte aufgrund der Bilder nicht 100% ausgeschlossen werden. Frown
Aber eindeutig war es auch nicht. Letzte Gewissheit hätte ein Shunttest gebracht, den die Tierärztin nicht durchführen wollte, denn wäre er negativ gewesen (d.h., sie hat keinen Shunt), wäre Finjas Durchfall noch viel, viel schlimmer geworden.
Stattdessen setzen alle erstmal auf die Alternative: Lebensmittelallergie

Ja!

Gott sei Dank (wenn ich das, praktizierender Kampfteckel-Agnostiker schreiben darf), scheint es das gewesen zu sein. Seit Monaten bekommt sie spezielles Allergikerfutter und hat keinen Durchfall mehr. Puh! Smile

Die ersten Wochen des “Dauertrinkstrullerns” führen wir nun darauf zurück, dass die Kleine einfach so lange gebraucht hat, sich in unsere Familie einzuleben und quasi aus Verlegenheit “wie ein Loch” gesoffen hat. Der Shunt ist auf alle Fälle außer Diskussion.

Und was gab es noch im April?

Der Startschuss der Schweinegrippepanikmache fiel in Mexiko. Die Menschheit wird ausgerottet, die Spanische Grippe war ein Witz dagegen.
Die Realität: Macht Euch selber ein Bild. Bis 22. Dezember 2009 gab es nur 132 Todesfälle in Deutschland (Quelle: Wikipedia)

Mai 2009

Im Mai bekam meine Redaktion Verstärkung. Theoretisch. Praktisch hat Finja ja noch nicht viel geschrieben. Ich habe da auf mehr Input gehofft. Ach, was soll’s.

Und was hat uns der Mai sonst noch gebracht?
Nun, wir feiern 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und Horst Köhler wird als Bundespräsident wieder gewählt.

Juni 2009

Der Juni, der war toll. Wir waren alle fünf im Urlaub und hatten viel Spaß.  Die Fahrt dorthin war zwar lange, aber unser Haus am See entschädigte dafür. Eine Woche tolles Wetter, tolle Ausflüge und tolles abhängen Smile

Weniger schön war, dass Arcandor einen Insolvenzantrag gestellt hat. Mittlerweile ist das Versandhaus Quelle Geschichte. Das kommt davon, wenn man das Onlinezeitalter verpennt Frown

Am 25. Juni stirbt der King of Pop unter mysteriösen Umständen. Sicherlich ein großer Verlust für die Musikwelt.

Am 29 Juni gab es 150 Jahre Haft für einen Schneeball. Gut so!

Achja, apropos Superwahljahr. Im Juni war die Europawahl 2009. “Die was?” fragst Du. Da bist Du nicht alleine. Nur 42% der Wahlberechtigten in Deutschland machten ihr Kreuzchen. Heh! Wären Kampfteckelmixe wahlberechtigt, ich wäre hin gegangen! Wer nicht wählt verliert sein Recht zu meckern!

Juli 2009

Im Juli begann das Sommerloch. Das war ein recht lauer Monat, soiwohl privat als auch weltpolitisch oder kulturell.

30 Tage zum durchatmen und entspannen, bis dann der …

August 2009

so richtig zuschlug.

Am Sonntag, 2.8., wurden wir aus dem Schlaf gerissen. Da hat es einer geschafft sein Auto auf das Dach zu werfen und ist kopfüber 15m die Straße hochgeschlittert. Bei Picasa könnt Ihr Euch die Sch… ansehen, die passiert, wenn besoffen durch die Tempo 30 Zone geheizt wird.
Achja: Wirtschaftlicher Totalschaden ohne Selbstverschulden Frown Wenigstens war der Verursacher in Deutschland versichert.

Den nächsten Totalschaden erlitt Jörgs Avensis. Der sah nur zwölf Tage später so aus. Grrrrrrrr.
In dieser Nacht wurden vier Toyotas in Frankfurt ausgeräumt.

So übel der Monat auch anfing, so toll endete er am letzten Wochenende, bei unserem Rudelausflug an den Edersee, den wir in 2010 wiederholen wollen.

Glückwunsch in die Toscana. Dort gibt es seit dem 24. einen 147-fachen Millionär. Und das nur, weil er sechs Zahlen richtig angekreuzt hat. Wau!

September 2009

Im September verbrachten wir, also Jessica, Jörg, Finja und der Super-Marlon, wieder eine Woche im schönen Baiersbronn im Schwarzwald.
Wie zuvor schon beim Ederseetrip, ist Josy auch hier nicht mitgefahren, sondern in Wieseck zu Omi und Opi gegangen. Wir haben sie alle vier echt vermisst Frown

Bei reichlich Spaziergängen haben wir diesmal richtig viele Geocaches gehoben Smile
Ein paar Bilder aus dem schwarzen Wald findet Ihr in meinem Bilderbuch.

27. September: Bundestagswahl mit lächerlicher Wahlbeteiligung von 70,78 Prozent. Na, mal sehen wir Angie und Guido sich benehmen werden.

Oktober und November 2009

Die zwei Monate kann ich getrost zusammen fassen. Da ist nämlich nix passiert, was mich so richtig bewegt hat.

Nichts?

Ja, doch genau zwei Ereignisse im Oktober: Jessica hatte Geburtstag und noch einer, dem ich ganz nahe stehe. Der einzige Niederflurhund-Kampfteckelmix-Lon, der aus meinem Fressnapf essen darf. Smile

Achso, apropos Schweinegrippenjahr: Am 8. Oktober gab es den ersten Todesfall, eine 36-jährige, 180kg schwere Risikopatientin. (Quelle: msn – Das Jahr in Bildern)
Herrchen, der eigentlich 100 prozentiger Grippeschutzimpfungsbefürworter ist, denkt mittlerweile auch nicht mehr daran, sich impfen zu lassen, außer der Impfstoff ohne sogenannten Wirkverstärker wird endlich für alle verfügbar. Aber bis dahin redet wahrscheinlich keiner mehr von der Schweinegrippe. Oder wisst Ihr noch, was die Vogelgrippe war? Wink

Ich bin überrascht und zutiefst demütig” sagte Barack Obama als er erfuhr, dass er im  Dezember den Friedensnobelpreis in Oslo erhalten wird. Na, mit der Überraschung steht er nicht alleine da. (Quelle: Deutschlandradio)

Am 31. Oktober gab es den ersten Selbstmordfall im Web 2.0 in Deutschland. Ein wegen Datenklauverdachts bei Schueler-VZ in U-Haft sitzender nahm sich das Leben. Pech für ihn.
(Quelle: www.heise.de – Newsticker)

Am 9. November feiern die Deutschen, und mit Ihnen fast die ganze Welt, den 20. Jahrestag der Berliner Mauerfalls. Sicherlich ein sehr denkwürdiges Datum für die freie Welt. Es animiert aber auch zu Denkspielen nach dem Motto, “Was wäre, wenn es den 9.11.1989 nicht gegeben hätte?”
Aber, bevor ich als kleiner Super-Lon jetzt zu politisch werde, überlasse ich das Denkspiel Euch oder der Google-Suche Smile

Nationaltorhüter Robert Enke begeht Selbstmord am 10. November. Das, und die Hintergründe, sind sicherlich schrecklich und bestürzen den größten Teil der Nation, egal ob Fußballfan oder nicht.
Aber ganz ehrlich: Während Enkes Schicksal in der Presse ausgebreitet wird, gedenkt niemand dem armen Zugfahrer, der vollkommen unschuldig in den Tod hinein gezogen wurde. Solche Art von Selbstmorden finde ich einfach nur unfair. Hier gibt es Opfer, die damit weiterleben müssen. Denkt bitte auch mal darüber nach.

Dezember 2009

Der Dezember: Der Monat des Advents. Beschaulichkeit, Ruhe und Sinnlichkeit.

Von wegen! Dezember, der Monat des frierens, des schlotterns, des bis-auf-die-Knochen-durchnässt-seins.

Aber er hat auch seine schönen Seiten!

Endlich mal wieder Besuche bei allen Omis und Opis. Das macht Spaß. Da fährt man gerne hin, vor allem, wenn man gefahren wird Smile

Finja ist ja ein kleines Luder. Am Heiligabend waren wir bei Oma und Opa Jelinek. Eigentlich durfte sie nicht auf’s Sofa…. Eigentlich. Aber sie hat Oma weichgeguckt und schwupp war sie doch drauf Grin
Da kommt mir ein Zitat in den Sinn, das dem Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben wird:

Wundern kann es mich nicht,
dass Menschen die Hunde so lieben;
denn ein erbärmlicher Schuft ist,
wie der Mensch, so der Hund.

(Quelle: http://www.bushido-seiza.de/6.html)

Mein Dezemberhighlight war aber unser Rudelausflug im Arboretum Main Taunus. Wir, das war ein Rudel von vielen Menschen mit noch mehr Hunden (unsere Gruppe Die Ex-Dogtalker, mit denen wir auch schon am Edersee waren) spazierten am 20. gut 1,5 Stunden durch die Gegend. Dabei verguckte sich Finja wohl in Merlin, einen Flatcoated Retriever, und ich fand Sari äußerst interessant. Schade, dass sie so schüchtern ist. Aber die taut noch auf  LOL
Nach dem Adventsspaziergang verpackten uns die Zweibeiner in die Autos und einen Tisch auf. Mit so vielen leckeren Sachen: Kakao, Tee, Muffins, Keksen, Glühwein……

Die Zweibeiner um den Naschtisch

Was gab es sonst noch im Dezember?

In Kopenhagen fand der sogenannte Weltklimagipfel statt. War wohl auch mehr heiße Luft als sonst was Frown Ein “Kompromiss wird zur Kenntnis genommen“.

Das war mein ganz persönlicher Rückblick auf das vergangene Abwrackprämienjahr.

Sicherlich habe ich das eine oder andere Highlight vergessen. Bestimmt auch die eine oder andere weltweite Geschichte, die mich berührt hat.

Nun wird es Zeit das Jahr 2009 zu schließen und in die Zukunft zu sehen. Aber, bevor das neue Jahr beginnt, wünsche ich allen meine treuen Leserinnen und Lesern einen geruhsamen zweiten Weihnachtsfeiertag und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Das Wort zum Jahr 2010

Einen habe ich noch, so ganz zum Schluss.

Einer der Unterschiede zwischen Hund und Mensch besteht darin, dass man sich in der Not auf diesen niemals, auf jenen aber immer verlassen kann.
George Louis Leclerc Graf de Buffon, (1707 – 1788), französischer Naturforscher

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Click to Insert Smiley

SmileBig SmileGrinLaughFrownBig FrownCryNeutralWinkKissRazzChicCoolAngryReally AngryConfusedQuestionThinkingPainShockYesNoLOLSillyBeautyLashesCuteShyBlushKissedIn LoveDroolGiggleSnickerHeh!SmirkWiltWeepIDKStruggleSide FrownDazedHypnotizedSweatEek!Roll EyesSarcasmDisdainSmugMoney MouthFoot in MouthShut MouthQuietShameBeat UpMeanEvil GrinGrit TeethShoutPissed OffReally PissedMad RazzDrunken RazzSickYawnSleepyDanceClapJumpHandshakeHigh FiveHug LeftHug RightKiss BlowKissingByeGo AwayCall MeOn the PhoneSecretMeetingWavingStopTime OutTalk to the HandLoserLyingDOH!Fingers CrossedWaitingSuspenseTremblePrayWorshipStarvingEatVictoryCurseAlienAngelClownCowboyCyclopsDevilDoctorFemale FighterMale FighterMohawkMusicNerdPartyPirateSkywalkerSnowmanSoldierVampireZombie KillerGhostSkeletonBunnyCatCat 2ChickChickenChicken 2CowCow 2DogDog 2DuckGoatHippoKoalaLionMonkeyMonkey 2MousePandaPigPig 2SheepSheep 2ReindeerSnailTigerTurtleBeerDrinkLiquorCoffeeCakePizzaWatermelonBowlPlateCanFemaleMaleHeartBroken HeartRoseDead RosePeaceYin YangUS FlagMoonStarSunCloudyRainThunderUmbrellaRainbowMusic NoteAirplaneCarIslandAnnouncebrbMailCellPhoneCameraFilmTVClockLampSearchCoinsComputerConsolePresentSoccerCloverPumpkinBombHammerKnifeHandcuffsPillPoopCigarette