Am Ende der Straße …

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… steht mein Haus am See. Wer kennt ihn nicht, den Hit von Peter Fox.

Das konnten wir vom 19. bis 26. Juni singen. Denn am Ende der Straße (in dem Fall der Kieweg) stand unser Ferienhaus am See, in dem Fall der Nordsee.

Wir haben einen tollen Urlaub in Breskens, Zeeland, verbracht. Wie, auch schon in 2008, war es wieder sehr schön dort.

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Ich bin nicht so recht fit

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Mein liebes Tagebuch, hallo Freundinnen und Freunde,

so ein Ärger, den muss ich jetzt mal loswerden.

Da huste ich schon einige Zeit dumm rum. Mal mehr, oft weniger aber es wurde nicht wirklich besser.

Also, gestern, voll der Stress.

Ich war bei meiner Lieblingstierärztin. Ich wollte ja nur mal kurz “Tach” sagen und dann ganz schnell wieder aus dem Behandlungszimmer entschwinden.
Dachte ich mir so. Also, rein gelaufen, Schwanz wedelnd, “Tach” gesagt und raus gelaufen. Aber nicht weit. Nach gut nem Meter war die Leine zu Ende. Mist. Also doch im Sprechzimmer bleiben.

Und dann kam sie mit so einem Brummdings. Das hat laut *brrrrrrrrrrrrrummmmmmmmm* gemacht und mir Fell geklaut. Das konnte ich ja überhaupt nicht leiden. Gar nicht! Da habe ich mich mit Pfoten und Zähnen gewehrt. Anfangs. Später nur noch mit Pfoten. Die Zähne waren weg gesperrt. *hmpfl*

OK, ich habe verloren. Ein Mann weiss, wann ein Mann verloren hat. Und das ist spätestens dann der Fall, wenn drei Mädels nach mir grabschen. Herrchen hätte mir ruhig zur Hilfe eilen können. “Hätte”…. hat er aber nicht.

Nachdem mein schöner Pelz schon weg war bekam ich eine Kanüle in die Haut gejagt, zum Blut klauen. Naja, jetzt kam es mir auf die paar Tropfen auch nicht mehr an und ich ließ es geschehen. Vampire!

Anschließend gab es dann Leckerlis zur Versöhnung für mich. OK, ich habe diese nette Geste der Entschuldigung angenommen.
Und auch für Josy gab es was zu naschen. Die ist nämlich aus Neugierde mitgekommen. Und, ehrlich gesagt, ich hatte den Eindruck, dass sie verschmitzt grinste, als ich mich so wehrte.
Na, warte es ab, meine geliebte Josy, bei Deiner nächsten Untersuchung bin ich der Zuschauer.

Dann wurde noch ein Bild von mir gemacht. Aber nicht so ein tolles Actionphoto, wie es sie sonst von mir gibt. Ne, ein Bild von innen drinnen. So, wie ich aussehen würde, wenn ich mir das Fell ausziehen würde. Und dann auch noch in schwarz-weiß, aber nicht so ein künstlerisches Bild, eher irgendwie langweilig. Für mich.

Nicht für meine Tierärztin.

Mein Herz ist etwas aus der Normgröße. Klar, wer mich kennt, der weiss, dass ich ein großes Herz habe. Meistens. Es gibt auch Hunde und Menschen, die ich nicht mag.
Aber ich glaube, sie meinte was anderes, als meine Liebenswürdigkeit.

Heute gab es dann das Ergebnis der Blutabnahme.

Im Großen und Ganzen nicht soooo schlimm. Aber die erhöhten LDH- und CK-Werte beunruhigen meine Doc, und damit auch mich und meine Familie. Die Werte sind nicht extrem hoch, aber doch über Norm.

Jetzt steht ganz bald erstmal eine Echokardiografie an.
Was das ist, willste wissen? Naja, Laien wie wir sagen auch Herzultraschall dazu.
Das klärt dann, ob die Pumpe behandelt werden muss oder nicht.

Aber hey! Kopf nicht hängen lassen. Das mache ich auch nicht.
Euer kleiner Marlon wird schon wieder, weil
1) ich bin noch jung
2) ich bin bei den richtigen Menschen gelandet, die sich um mich kümmern
3) ich habe noch so einiges vor in den nächsten Jahren.

Aber heute sollte ich nochmal kürzer treten. Keine Stunde in der Hundeschule und erstmal nicht so doll rumtoben, bis wir genau wissen, was los ist.
Naja, der große Rumtober bin ich ja eigentlich nicht.

Ich wiederhole mal, was ich am 1. Januar schon geschrieben habe:
Bleibt immer fröhlich und gut gelaunt, dann wird auch 2008 ein schönes Jahr.

Und der Rest der Familie?

Jessica ist fit. Jörgis angehender Schnupfen, ich habe Euch davon erzählt, entpuppte sich als handfeste Nasenhöhlenvereiterung. Er meinte, das wäre der tollste Schmerz seit seiner letzten Zahnwurzelentzündung. Aber die ist auch wieder abgeklungen.
Und Josy: Mit ihrem komplizierten Medikamentenplan geht es ihr zur Zeit eigentlich richtig gut. Ihre Nase sieht fast aus wie neu (es wachsen auch kleine flaumige Härchen Smile ). Und ansonsten ist sie recht agil, wenn sie nicht gerade schnarcht.

Genug der Krankengeschichten.

Wir haben schon Nordseeurlaub in Holland gebucht. Dann kann ich wieder angespülte Muscheln auslutschen. Hmmmm. Lecker!
Wir haben dort ein ganzes Haus (übrigens mit Internetanschluss) für uns. Ohne steile Treppen und so. Das wird bestimmt eine Superwoche. Ach, wäre es doch nur schon Sommer.

Bei der Gelegenheit möchte ich mich übrigens vor denen von Euch verneigen, die mein Tagebuch erst in den letzten Tagen kennengelernt haben und Herrchen sagten, dass es so schön zu lesen wäre. Danke Euch. Ich versuche mir halt Mühe zu geben, so gut, wie es ein kleiner Kampfteckel halt kann Smile

Ein Jahr… Zeit für einen Rückblick

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So, mein 1. Geburtstag ist rum (nehme trotzdem noch nachträgliche Geschenke an, Ihr wisst ja, nachträglich=größer Smile )

Vielen Dank an alle, die mir persönlich oder schriftlich gratuliert haben.
Nächstes Jahr habe ich ja an einem Samstag Purzeltag. Mal sehen, ob ich da ‘ne Party werfe.

Was ich in dem einen Lebensjahr schon so alles erlebt habe. Das ist der Wahnsinn.

Da wurde ich meiner geliebten Mutter entrissen, wohnte ein paar Tage bei einer lieben, netten Dame und zog dann bei Josy, Jessica und Jörg ein.
Schade, dass ich Charly nicht mehr kennen lernen durfte. Frown

Ich war damals ja noch sooooo klein, dass ich im stehen meinen Kopf auf die Bordsteinkante legen konnt, oder dass ich mit dem Kopf im Schuh geschlafen habe.
Tja, so zog ich am 30. Dezember zu Hause ein.

Gleich am Tag darauf lernte ich den Lukas kennen. Wir vertrugen uns von Anfang an bestens und tun das, natürlich, auch heute noch.

Komisch fand ich, dass mein Herrchen anfing das Haus in einen Hasenstall zu verwandeln, aber wenn er meint. Überall entstanden “Marlonzwerg-Auffanggitter”, die erst jetzt, so langsam, verdammt langsam, wieder verschwinden.

Dann fing auch für mich der Ernst des Lebens an. Ich lernte Jürgen und Sieglinde (Opi und Omi) in Gießen kennen, bei denen ich auch meinen ersten Urlaub, ohne Jessica und Jörg, verbringen soll.
Nein, das war noch nicht der Ernst des Lebens, der kam danach. In meiner ersten Welpenstunde. Dort lernte ich meinen ersten Feind und meine erste zarte Liebe, die Sina, kennen.

Josy ist noch immer sehr reserviert zu mir. Scheißt mich zusammen, wenn ich rumtobe und sie schlafen will. Ansonsten werde ich weitestgehend von ihr ignoriert.
Ich dachte schon, dass ich wohl nie mit ihr zusammen komme.
Ich versuche ja immer mal wieder zarte Bande zu ihr zu knüpfen, aber leider werde ich nicht so recht erhört.
Stattdessen wachse ich so langsam aus meinem Körbchen heraus. Smile

Wegen Josy war ich ja schon ganz traurig. Aber dann: Wau!
Unser Eis war gebrochen. Seit dem Tag mag sie mich auch.

Dann, am 26. Januar, sah ich meinen ersten Schnee. Überzeugte mich nicht wirklich. Mal in Zukunft sehen, was man damit anfangen kann.

Meine zweite große Liebe, die Paula, habe ich dann auch bald kennen gelernt.
Ich frage mich, was sie so macht. Seit Monaten habe ich sie nicht mehr gesehen. Frown

Das Eis zwischen Josy und mir ist ja schon länger gebrochen, aber eines schönen Tages durfte ich sogar AUF ihr spielen.

Plötzlich fingen meine ersten Zähne an auszufallen. Am selben Tag war ich auch im Zoo.

Ende Februar fuhren wir dann in meinen allerersten Urlaub. Das war vielleicht ein nasser Reinfall.

Ups, ganz vergessen…. Frown
Am meinem ersten Tag in meinem neuen Zuhause lernte ich schon die liebe Ann-Cathrin kennen. Sie ist die Tochter der Nachbarn und mit ihr hatte ich schon viel Spaß und Kurzweil.

Was erstmal ganz ungewohnt war: Ich verbrachte ein paar Tage nicht zu Hause, sondern bei Omi und Opi. Das war aber auch ganz nett und Herrchen war ja bei mir.
Und dann war ich auf einmal zwei Wochen von Jessica und Jörg getrennt.
Hhhm, erstmal fand ich das blöd, aber Josy munterte mich auf und sagte, dass das zwei lustige Wochen werden. Während Jessi und Jörg sich in der Türkei sonnten, ließen Jo und ich uns bei Sieglinde und Jürgen verwöhnen.

Urlaub ist eh was feines.
Anfang Juli fuhren wir für drei Tage nach Holland. Tolle Abwechslung und Haifischzähne fanden wir auch. Smile
Und Ende September, im Schwarzwald, war es auch echt toll.

Mein Resumé meines ersten Lebensjahres:

Es gab traurige Momente

  • ich musste Mutti verlassen
  • bei der lieben Dame, Susannes Mutter, ausziehen

Aber es gab noch viel mehr schöne Momente

  • das erste Kennenlernen meiner neuen Familie
  • den Spaß den wir zusammen haben
  • Josy zeigt das erste Mal ihre Zuneigung
  • Hütchenspiele Smile
  • und vieles mehr…

Ich bin jetzt mal gespannt, was mir die Zukunft noch so alles bringen wird!

Tag zwei in den Niederlanden

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Holland heißt ja eigentlich “Niederlande”. Das hängt bestimmt mit der Flachheit zusammen. Herrchen fluchte was über die doch recht eintönige Landschaft. Es fehlte ihm an Orientierungspunkten in der Landschaft und er meinte, dass er ohne Navigationssystem nie mehr irgendwohin finden würde.
Zum Glück hat er ein Navi, so dass wir alles gefunden haben. Mit einer Ausnahme, aber die kommt erst morgen.

Cadzand-Bad ist ja berühmt für die vielen Haifischzähne, die man dort findet. So ist Frauchen am frühen Morgen mit einer geführten Wandertruppe losgezogen um Zähne zu finden. Wir drei Übrigen wollten zwar auch mit, aber da machte uns etwas einen Strich durch die Rechnung. Ihr ahnt schon was das war… Wasser von oben.

So sind Josy und ich mit Herrchen ein wenig übers Land gefahren und sind ein wenig spazieren gegangen, als gerade Himmelsebbe war.

Das mit dem Wetter war wirklich sehr durchwachsen. Die meiste Zeit war es eigentlich trocken, ich wurde aber immer wieder von kurzen Schauern genervt.

Nach zwei Stunden haben wir die Jessi dann wieder aufgelesen. Und sie hatte tatsächlich einen Zahn.
Am Abend, bei Ebbe, sind wir dann nochmal zu viert losgezogen und sie hat noch zwei gefunden. Na, wenn das kein Glück bringt!
Herrchen fand keinen Zahn, aber ein schönes anderes Fossil.
Josy fand weitestgehend ihre Ruhe und ich fand heraus, dass diese vielen, angespülten, schwarzen Dinger (ihr nennt sie wohl Muscheln) saumäßig gut schmecken, wenn noch etwas Fleisch drinnen ist.
Die Schale ist zwar hart, aber der Inhalt…. Hmmmmmmm…. Grin

Am Mittag waren wir in der Kreisstadt Sluis. Da hat es viele kleine Geschäfte. Aber die Frage, die sich uns so aufdrängte war: Wo kaufen die Einheimischen eigentlich ihre Lebensmittel. So richtig große Supermärkte waren keine zu finden. Nur relativ kleine mit wenig Auswahl.


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Flach!

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Heute sind wir dann an die Nordsee gefahren. Nach Südholland.

Eigentlich wollten wir nach Cadzand-Bad, weil da soll es ganz toll sein.
Wir hatten auch ein Zimmer gebucht, aber …
Irgendwie wollten meine Menschen es nicht nehmen. Woran es lag, weiß ich nicht wirklich, ich hörte nur sowas wie:
… so klein, da passt nichtmal mehr die Tasche rein
… ein Klo für Zehn
… nichtmal ein Schrank
… steile und enge Treppe, die Josy niemals hoch-, geschweige denn runterkommen , wird

Na dann, ab nach Breskens ins Hotel. Breskens ist ja auch nur um die Ecke und gar nicht weit weg. Dort gab es dann alles, was wir wollten und das Zimmer hatte sogar seinen eigenen Eingang von der Straße her.

Aber, was mit hier sofort aufgefallen ist: Hier ist es sehr flach. Sowas von flach, gäbe es keine Deiche, ich glaube Holland wäre “Land unter”, so flach wie es hier ist.

Aber nett waren dort alle. Echt nett. Und Hunde gibt es viele. Sehr viele. Ich glaube in Cadzand-Bad laufen mehr Hunde rum als in Frankfurt.
Komisch war nur die nicht vorhandene Vielfalt. Bestimmt 60% Golden Retriever, 30% blonde Labradore und die letzten 10% teilte sich der Rest unserer Art.

Die Nordsee, die ist ganz komisch.
Erstmal ist das alles Wasser. Und als wäre das nicht schlimm genug…
Es schmeckt nichtmal. Das ist total versalzen. Bähhhhh. Wer denkt sich sowas aus?
Und dann, dann kommt es auch noch auf einen zu. Da gehste gemütlich im Sand spazieren und buddelst ein Loch oder auch ein zweites und auf einmal schwappt diese Salzplörre über Dich. [Anmerkung der Redation: Die Welle schwappte nicht über Marlon, sie berührte nur seine Knöchel.]

Stichwort Regen: Reden wir nicht drüber ….

Frauchen fühlte sich leider nicht gut. Da rückt so eine Sommergrippe an. Deshalb sind Josy, Jörg und ich am Abend nochmal alleine losgezogen und haben eine Uferwanderung unternommen.
Das Wetter war toll. Warm und trocken. Josy lebte auch so richtig auf. Die ganzen drei Tage die wir dort waren, war sie ein wenig wie verjüngt.
Naja, und so sind wir gemütlich gewandert und haben dabei die Zeit aus dem Auge verloren. Irgendwann rief Jessica uns an und fragte, ob wir uns verlaufen hätte Grin


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