Der vierte Advent

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4. Advent

Das Gedicht zum vierten Advent stammt von Elli Michler und ich lasse es mal unkommentiert stehen. Es trägt den Titel

Vier Kerzen

Eine Kerze für den Frieden,
die wir brauchen,
weil der Streit nicht ruht.

Für den Tag voll Traurigkeiten
eine Kerze für den Mut.

Eine Kerze für die Hoffnung
gegen Angst und Herzensnot,
wenn Verzagtsein unsren Glauben
heimlich zu erschüttern droht.

Eine Kerze, die noch bliebe
als die wichtigste der Welt:
eine Kerze für die Liebe,
voller Demut aufgestellt,

daß ihr Leuchten den Verirrten
für den Rückweg ja nicht fehlt,
weil am Ende nur die Liebe
für den Menschen wirklich zählt.

Aus: Ich wünsche dir Zeit ,© Don Bosco Verlag, München, 3.Aufl. 2006
Quelle: http://www.elli-michler.childrentooth.de/kerzen.html

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

[Ergänzung am 05.01.2008]
Dieses wirklich sehr schöne Gedicht wird im Internet leider sehr oft Rainer Maria Rilke zugeschrieben. Warum auch immer. Auch ich bin darauf herein gefallen, aber es stimmt nicht, siehe auch hier: http://www.rilke.de/phpboard/viewtopic.php?p=7312

1. Advent

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1. Advent

Liebes Tagebuch, wertvolle Leserinnen und Leser,

Gestern hatte ich eine tolle Idee!

Eine wirklich tolle Idee. Ich dachte mir: “Hey, Marlon. Mache doch einen Adventskalender auf Deine Homepage“.
Aber neee. Herrchen meint, das hätte mir ein paar Tage eher einfallen können Frown
Kann ich ahnen, dass er dazu Projektvorlauf benötigt?
Ach, was soll’s. Jetzt hat er fast ein Jahr Zeit …. Smile
Ich will ja auch nicht nörgeln. Er hat ja auch meine Ideen bezüglich des weihnachtlichen Seitenlayouts berücksichtigt. Wie gefällt es Euch?

Aber ich werde Euch jetzt an jedem der Adventsonntage eines meiner Lieblingsadventsgedichte zum besten geben.

Den Anfang macht Bernhard Victor (Vicco) Christoph Carl von Bülow, alias Loriot.

Advent

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muss die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
s’ ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

Apropos “Seitenlayout”: Ihr habt es bestimmt schon bemerkt, oder?
Die verschiedenen Seiten sind jetzt im Seitenkopf (dem sog. Header) abrufbar und nicht mehr in der rechten Navigationsleiste.
Es werden auch nur noch die letzten fünf, anstelle der letzten zehn Beiträge angezeigt, um die Ladezeit ein wenig zu verkürzen.

Genug der Technik Smile
Ihr wollt doch bestimmt wissen, wie es mir die letzten 14 Tage erging. Oder?

Meine Kampfwunde ist supergut verheilt und ich habe in der Tierarztpraxis doch nicht rumgejault. Ich stand meinen Mann, als der Knoten vom Faden abgeschnitten wurde (Herrchen meint, ich hätte die Augen weit aufgerissen…).
Und was hat meine Lieblingsärztin sich bei mir eingeschmeichelt. Leckerlis ohne Ende habe ich bekommen Grin

Am Dienstag habe ich den Jörg dann endlich mal wieder zu Obedience gezerrt. Aber nur, um ihm klar zu machen, dass ich nach der Zwangspause erstmal nix mache, was er will.
Da lag ein Frolic auf dem Hundeplatz. Das hat mir die ganze Zeit schon in der Nase gejuckt. Bei der Abrufübung bin ich dann auch erstmal auf Suche gegangen, anstatt zu ihm hin zu rennen. Smile
Fuß und so!?!? Nie gehört! Was meint er mit Fuß!?
Unsere Trainerin meinte dann doch “Der weiß genau, was wir von ihm wollen, der tut es nur nicht.” Hmmmm. Das Mädel kennt sich aus.

Freitag wollte ich dann zur Tina in die Hundeschule. Aber nur, bis ich aus dem Fenster geschaut habe. Sintflutartiger Regen. Ne, Herrchen, komm, lass gut sein. Wir bleiben im Trocknen.

Tja, und diese Woche?
Dienstag kein Obedience, weil Herrchen beruflich unterwegs war. Aber vorgestern waren wir in der Schule. Da habe ich nach Wochen endlich mal wieder den Nanuk getroffen. Wir haben in den Spielpausen toll miteinander gespielt und das Frauchen von Lotte (nettes Mädel) hat Stärkung für die Zweibeiner mitgebracht: Tee und Glühwein.
Tina hat dann noch Kekse aus dem Auto geholt und es scheint, es hat unseren Menschen gefallen.
Wir Hunde haben leider nix davon bekommen, aber man kann nicht alles haben.

Erinnert Ihr Euch noch an Felix?
Ich habe ihn schon ab und zu mal erwähnt. Der Ärmste frisst seit einiger Zeit nicht mehr selber, sondern wird von Jessi & Jörg gefüttert, damit er nicht verhungert. Frown
Jetzt hat sich rausgestellt, dass der Süße (zu viele) Hefepilze in sich hat. Hoffentlich macht ihn die Medizin wieder fit. Weil, irgendwo mag ich den Kurzen.

Gestern hat mich mal wieder der Lukas besucht. Anja und Ingrid hat er auch mitgebracht.
Nachdem unsere Menschen sich den Bauch mit Kaffee und Kuchen gefüllt haben, sind wir nach Schwanheim in den Wald gefahren um dort zu spazieren.
Naja, wir sind in die Dämmerung gekommen.
Und wer kommt dort bei Dämmerung raus? Rrrrrrrichtig. Wildschweine!
Keine zehn Meter vor uns durchquerte eine Rotte unseren Weg. Die hatten ein Tempo drauf! Wau! Aber ich denke, wenn ich gewollt hätte, ich hätte die noch eingeholt.
Herrchen führte Anja und Ingrid dann noch in die Grundlagen des Geochachings, nebst praktischer Suche einer Tupperbox, ein (wieder zwei Muggels weniger Smile ) und Lukas und ich rannten auf den Wiesen um die Wette.

Ein Jahr… Zeit für einen Rückblick

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So, mein 1. Geburtstag ist rum (nehme trotzdem noch nachträgliche Geschenke an, Ihr wisst ja, nachträglich=größer Smile )

Vielen Dank an alle, die mir persönlich oder schriftlich gratuliert haben.
Nächstes Jahr habe ich ja an einem Samstag Purzeltag. Mal sehen, ob ich da ‘ne Party werfe.

Was ich in dem einen Lebensjahr schon so alles erlebt habe. Das ist der Wahnsinn.

Da wurde ich meiner geliebten Mutter entrissen, wohnte ein paar Tage bei einer lieben, netten Dame und zog dann bei Josy, Jessica und Jörg ein.
Schade, dass ich Charly nicht mehr kennen lernen durfte. Frown

Ich war damals ja noch sooooo klein, dass ich im stehen meinen Kopf auf die Bordsteinkante legen konnt, oder dass ich mit dem Kopf im Schuh geschlafen habe.
Tja, so zog ich am 30. Dezember zu Hause ein.

Gleich am Tag darauf lernte ich den Lukas kennen. Wir vertrugen uns von Anfang an bestens und tun das, natürlich, auch heute noch.

Komisch fand ich, dass mein Herrchen anfing das Haus in einen Hasenstall zu verwandeln, aber wenn er meint. Überall entstanden “Marlonzwerg-Auffanggitter”, die erst jetzt, so langsam, verdammt langsam, wieder verschwinden.

Dann fing auch für mich der Ernst des Lebens an. Ich lernte Jürgen und Sieglinde (Opi und Omi) in Gießen kennen, bei denen ich auch meinen ersten Urlaub, ohne Jessica und Jörg, verbringen soll.
Nein, das war noch nicht der Ernst des Lebens, der kam danach. In meiner ersten Welpenstunde. Dort lernte ich meinen ersten Feind und meine erste zarte Liebe, die Sina, kennen.

Josy ist noch immer sehr reserviert zu mir. Scheißt mich zusammen, wenn ich rumtobe und sie schlafen will. Ansonsten werde ich weitestgehend von ihr ignoriert.
Ich dachte schon, dass ich wohl nie mit ihr zusammen komme.
Ich versuche ja immer mal wieder zarte Bande zu ihr zu knüpfen, aber leider werde ich nicht so recht erhört.
Stattdessen wachse ich so langsam aus meinem Körbchen heraus. Smile

Wegen Josy war ich ja schon ganz traurig. Aber dann: Wau!
Unser Eis war gebrochen. Seit dem Tag mag sie mich auch.

Dann, am 26. Januar, sah ich meinen ersten Schnee. Überzeugte mich nicht wirklich. Mal in Zukunft sehen, was man damit anfangen kann.

Meine zweite große Liebe, die Paula, habe ich dann auch bald kennen gelernt.
Ich frage mich, was sie so macht. Seit Monaten habe ich sie nicht mehr gesehen. Frown

Das Eis zwischen Josy und mir ist ja schon länger gebrochen, aber eines schönen Tages durfte ich sogar AUF ihr spielen.

Plötzlich fingen meine ersten Zähne an auszufallen. Am selben Tag war ich auch im Zoo.

Ende Februar fuhren wir dann in meinen allerersten Urlaub. Das war vielleicht ein nasser Reinfall.

Ups, ganz vergessen…. Frown
Am meinem ersten Tag in meinem neuen Zuhause lernte ich schon die liebe Ann-Cathrin kennen. Sie ist die Tochter der Nachbarn und mit ihr hatte ich schon viel Spaß und Kurzweil.

Was erstmal ganz ungewohnt war: Ich verbrachte ein paar Tage nicht zu Hause, sondern bei Omi und Opi. Das war aber auch ganz nett und Herrchen war ja bei mir.
Und dann war ich auf einmal zwei Wochen von Jessica und Jörg getrennt.
Hhhm, erstmal fand ich das blöd, aber Josy munterte mich auf und sagte, dass das zwei lustige Wochen werden. Während Jessi und Jörg sich in der Türkei sonnten, ließen Jo und ich uns bei Sieglinde und Jürgen verwöhnen.

Urlaub ist eh was feines.
Anfang Juli fuhren wir für drei Tage nach Holland. Tolle Abwechslung und Haifischzähne fanden wir auch. Smile
Und Ende September, im Schwarzwald, war es auch echt toll.

Mein Resumé meines ersten Lebensjahres:

Es gab traurige Momente

  • ich musste Mutti verlassen
  • bei der lieben Dame, Susannes Mutter, ausziehen

Aber es gab noch viel mehr schöne Momente

  • das erste Kennenlernen meiner neuen Familie
  • den Spaß den wir zusammen haben
  • Josy zeigt das erste Mal ihre Zuneigung
  • Hütchenspiele Smile
  • und vieles mehr…

Ich bin jetzt mal gespannt, was mir die Zukunft noch so alles bringen wird!