Finjas erste Woche

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So, jetzt wohnt das Mädel fast eine Woche bei uns. In der Zeit hat sich viel getan.

Sie wächst und gedeiht … und mir bald über den Kopf hinaus.

Aber, ich kann Euch sagen, es ist schon ganz schön anstrengend, mein 7x24h Job als Babysitter.
Ich spiele ja wahrlich sehr gerne mit der Finja, aber so manchmal darf sie mich doch auch mal schlafen lassen.
Ich war als Welpe doch auch nicht so drauf und habe den ganzen Tag geschlafen. [Anmerkung der Redaktion: Marlon ist ein Schwindler, der hat viel weniger geschlafen und war viel aufdringlicher.]

Nehmen wir den Dienstag. Sechs Tage lang freue ich mich auf Dienstag Abend, auf mein Agility. Sport, Spiel und Spass. Super, über Hürden hüpfen, durch Tunnel rennen, A-Wände bezwingen und so. Und für den Spass gibt es auch noch super Leckerli. Ich meine, ich würde das auch ohne machen, aber wenn es die noch obendrauf gibt ist das doch einfach toll.
Und wie sich jeder freut, allen voran Herrchen, wenn ich wieder mal alles richtig gemacht habe.

Aber diese Woche….
Ich war einfach nur fertig, müde, KO. Ich konnte mich gar nicht auf meinen Parcours konzentrieren, weil der kleine Teufel mich müd gemacht hat. Jörgi und Corinna gaben ihr bestes, mich zu motivieren, aber irgendwie taten sie mir leid. Ich hatte einfach keinen Bock. Schlafen, ja, das hätte ich auf Kommando gekonnt.
Nächste Woche Dienstag ist nix mit spielen, Mädel. Das sag ich Dir. Ich will am Abend fit sein!

Morgen, Samstag, soll die Finja zu ihrer ersten Welpenstunde gehen. Ich hoffe, für uns alle, dass gutes Wetter ist. Für sie, damit es ihr Spaß macht, so wie mir früher, und für Josy und mich, dass wir mal so richtig ausruhen können Grin

Und gewachsen ist sie. Groß geworden, schon fast (auf das fast komme ich gleich zurück) eine kleine Dame. Beine hat sie…. WAU. Beine….. laaaaaaaang. Ein Model!
Und in ein paar Tagen kann sie mir auf den Kopf spucken. So wie sie wächst kann das nicht mehr lange dauern. Über 5kg hat sie schon.

Beim spazieren gehen sind wir beide auf einer Wellenlänge. Beide schaffen wir es locker Herrchen und Frauchen in den Wahnsinn zu treiben. Haha. Ich fresse die Äste und sie die Blätter. He, Jessica, he Jörg, ist nicht bös gemeint, ist aber schön, wenn ihr dem Wahnsinn nahe seid. Grin

Eine Wasserratte ist sie. Jede Pfütze wird mitgenommen, auch wenn sie knietief ist. Da werden wir im Sommer bestimmt viel Spaß im See haben.

Und Josy?

Ja, die Josy. Verhält sich immer noch ziemlich neutral. Aber Finja macht schnellere Fortschritte bei ihr, als ich damals. Ich brauchte drei Wochen, bis ich es mal zu ihr ins Körbchen schaffte. Und Sie? Schaut selbst, was heute am Morgen passiert ist.

Josy lässt Finja in ihr Körbchen

Dennoch, so richtig adoptiert hat sie die Kleine noch nicht. Ich rede nochmal mit Josy, in einem günstigen Moment.

Wenig später besuchte sie mich in meinem Wigwam.

marlonfinjazelt

Und sonst?

Ich habe Euch ja noch gar nicht von meiner Riesenüberraschung im Spätsommer erzählt, oder?
Ich habe meine Jugendliebe, die Paula wieder getroffen. Stammleser erinnern sich bestimmt an sie, die anderen können mal hier gucken.

Paula macht jetzt auch bei uns, den Wasserarbeitshunden, mit. Ist das nicht toll? Ach, Leute, die Welt ist ein Dorf, man trifft die Liebsten immer wieder. Da habe ich mich was gefreut, sie wieder zu treffen. Grin

Ach ja, bevor ich es vergesse, ich wollte ja noch auf das “fast” von oben zurück kommen.
Ich habe der Finja jetzt schon gefühlte 165 mal am Tag gesagt, sie soll doch bitte bescheid sagen, wenn sie mal Pipi muss. Ich rede mir da den Mund fusselig, schließlich wurde mir die Aufgabe von Herrchen übertragen, ihr das beizubringen.
*stöhn* Sie ist auf dem Weg es zu begreifen, aber sie gibt unseren Menschen kaum eine Chance. Bis gestern lief sie einfach lang, senkte kurz den Popo und passiert war es.
Jetzt, seit gestern Abend, läuft sie immerhin einmal bis zur Tür. Dort angekommen: Popo runter….
Aber immerhin, jetzt haben Herrchen und Frauchen immerhin die (ich gebe zu: quasi unmögliche) Chance noch vor ihr an der Tür anzukommen und sie zu schnappen und raus. OK, ich gebe es zu, ich amüsiere mich schon dabei …. Grin
Immerhin, sie hat unser Heim noch nicht mit einem Miefhäufchen verziert. Ist doch auch was, oder? Und am kleinen Geschäft arbeiten wir noch.

Ein Jahr… Zeit für einen Rückblick

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So, mein 1. Geburtstag ist rum (nehme trotzdem noch nachträgliche Geschenke an, Ihr wisst ja, nachträglich=größer Smile )

Vielen Dank an alle, die mir persönlich oder schriftlich gratuliert haben.
Nächstes Jahr habe ich ja an einem Samstag Purzeltag. Mal sehen, ob ich da ‘ne Party werfe.

Was ich in dem einen Lebensjahr schon so alles erlebt habe. Das ist der Wahnsinn.

Da wurde ich meiner geliebten Mutter entrissen, wohnte ein paar Tage bei einer lieben, netten Dame und zog dann bei Josy, Jessica und Jörg ein.
Schade, dass ich Charly nicht mehr kennen lernen durfte. Frown

Ich war damals ja noch sooooo klein, dass ich im stehen meinen Kopf auf die Bordsteinkante legen konnt, oder dass ich mit dem Kopf im Schuh geschlafen habe.
Tja, so zog ich am 30. Dezember zu Hause ein.

Gleich am Tag darauf lernte ich den Lukas kennen. Wir vertrugen uns von Anfang an bestens und tun das, natürlich, auch heute noch.

Komisch fand ich, dass mein Herrchen anfing das Haus in einen Hasenstall zu verwandeln, aber wenn er meint. Überall entstanden “Marlonzwerg-Auffanggitter”, die erst jetzt, so langsam, verdammt langsam, wieder verschwinden.

Dann fing auch für mich der Ernst des Lebens an. Ich lernte Jürgen und Sieglinde (Opi und Omi) in Gießen kennen, bei denen ich auch meinen ersten Urlaub, ohne Jessica und Jörg, verbringen soll.
Nein, das war noch nicht der Ernst des Lebens, der kam danach. In meiner ersten Welpenstunde. Dort lernte ich meinen ersten Feind und meine erste zarte Liebe, die Sina, kennen.

Josy ist noch immer sehr reserviert zu mir. Scheißt mich zusammen, wenn ich rumtobe und sie schlafen will. Ansonsten werde ich weitestgehend von ihr ignoriert.
Ich dachte schon, dass ich wohl nie mit ihr zusammen komme.
Ich versuche ja immer mal wieder zarte Bande zu ihr zu knüpfen, aber leider werde ich nicht so recht erhört.
Stattdessen wachse ich so langsam aus meinem Körbchen heraus. Smile

Wegen Josy war ich ja schon ganz traurig. Aber dann: Wau!
Unser Eis war gebrochen. Seit dem Tag mag sie mich auch.

Dann, am 26. Januar, sah ich meinen ersten Schnee. Überzeugte mich nicht wirklich. Mal in Zukunft sehen, was man damit anfangen kann.

Meine zweite große Liebe, die Paula, habe ich dann auch bald kennen gelernt.
Ich frage mich, was sie so macht. Seit Monaten habe ich sie nicht mehr gesehen. Frown

Das Eis zwischen Josy und mir ist ja schon länger gebrochen, aber eines schönen Tages durfte ich sogar AUF ihr spielen.

Plötzlich fingen meine ersten Zähne an auszufallen. Am selben Tag war ich auch im Zoo.

Ende Februar fuhren wir dann in meinen allerersten Urlaub. Das war vielleicht ein nasser Reinfall.

Ups, ganz vergessen…. Frown
Am meinem ersten Tag in meinem neuen Zuhause lernte ich schon die liebe Ann-Cathrin kennen. Sie ist die Tochter der Nachbarn und mit ihr hatte ich schon viel Spaß und Kurzweil.

Was erstmal ganz ungewohnt war: Ich verbrachte ein paar Tage nicht zu Hause, sondern bei Omi und Opi. Das war aber auch ganz nett und Herrchen war ja bei mir.
Und dann war ich auf einmal zwei Wochen von Jessica und Jörg getrennt.
Hhhm, erstmal fand ich das blöd, aber Josy munterte mich auf und sagte, dass das zwei lustige Wochen werden. Während Jessi und Jörg sich in der Türkei sonnten, ließen Jo und ich uns bei Sieglinde und Jürgen verwöhnen.

Urlaub ist eh was feines.
Anfang Juli fuhren wir für drei Tage nach Holland. Tolle Abwechslung und Haifischzähne fanden wir auch. Smile
Und Ende September, im Schwarzwald, war es auch echt toll.

Mein Resumé meines ersten Lebensjahres:

Es gab traurige Momente

  • ich musste Mutti verlassen
  • bei der lieben Dame, Susannes Mutter, ausziehen

Aber es gab noch viel mehr schöne Momente

  • das erste Kennenlernen meiner neuen Familie
  • den Spaß den wir zusammen haben
  • Josy zeigt das erste Mal ihre Zuneigung
  • Hütchenspiele Smile
  • und vieles mehr…

Ich bin jetzt mal gespannt, was mir die Zukunft noch so alles bringen wird!

Herrchen ärgern :-)

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Mein liebes Tagebuch,

heute war ich mit Jörg wieder in der Schule.

Schade, dass da am Freitag Abend keine kleinen Spielkameraden mehr da sind. Kein Herr Lehmann und vor allem keine Paula Frown

Naja, dann spiele ich halt mit den Großen. Neben dem coolen Leo ist ja auch der Oli da. Ist zwar 100x so groß wie ich, aber dennoch kann man mit ihm gut rumtoben.

Dafür habe ich keinen Bock auf die Übungen. Das bringt Herrchen so schön zur Verzweiflung.

Sitz kann ich ja schon immer. Können…. tue ich das, aber wenn ich es nicht mache, ist das doch viel lustiger.

Platz… hihi

Zu Hause gar kein Thema, aber auf dem Hundeplatz… Wieso soll ich “platz” machen, wenn es doch viel interessanter ist an der Grasnarbe zu knabbern?

Und “Fuß gehen”? Wen interessiert das? Da robbe ich doch lieber quer übern Platz und suche nach alten Leckerlis, die da irgendwo verloren gingen.

Hundekollegen! Das müsst Ihr auch mal so machen. Wenn keiner zusieht macht ihr alles, was ihr sollt und in der Öffentlichkeit nicht. Hihi, das ist ein Spaß.


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Einzelunterricht

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Gestern hatte ich eine Stunde Einzelunterricht bei Tina. Außer mir war kein anderer Hundeschüler da. Nicht mal Paula Frown

Das war trotzdem ganz toll. Ich hatte zwar niemanden zum rumrennen aber dafür gab es Knutscheinheiten en Masse und nebenbei ist bei mir der Groschen gefallen, was meine Menschen eigentlich meinen, wenn sie “Platz” zu mir sagen.

Herrchen war ganz glücklich darüber. Ach, mit welchen Kleinigkeiten man ihn beglücken kann Smile

Zu Hause sammelt mein Frauchen seit ein paar Tagen Klamotten zusammen. Meine Familie sagt als was von Kurzurlaub an der Nordsee.

Bin mal gespannt was das wieder sein soll. Wahrscheinlich sitzen wir wieder stundenlang im Auto um dann tagelang nur Regen zu haben.

Josy meint, sie war schonmal am Meer und fand es toll. Naja…. Lassen wir uns überraschen.

Aber heute Abend sind meine Menschen erstmal bei Murphy, Weena, Gabi und Claus. Josy und ich bleiben zu Hause und lassen uns von Ann-Cathrin Gute-Nacht-Geschichten erzählen.

Achso, erinnert Ihr Euch noch an mein (angebliches) Kläffproblem vom Vormonat?
Ich halte mich mittlerweile schon ziehmlich zurück, wenn wir im Garten sind. Ständig, wenn ich zu einem melodischen Bellkonzert ansetze fliegen mir so hell klirrende Scheiben um die Ohren. Da macht es doch echt keinen Spaß mal hysterisch zu kläffen Frown


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Ich bin kein Eierdieb!

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Ihr habt ja alle Recht, die Ihr Euch über meine Schreibfaulheit beschwert!

Aber es liegt nicht nur an meiner Bequemlichkeit, dass ich einen Monat nix mehr geschrieben habe. Ich war auch im Urlaub.
Aber ich versuche mal den letzten Monat, in Zeitraffer, zu rekonstruieren.

Zuerst das Wichtigste: Ann-Cathrin is back from Outback! Smile
(Aber dass Du mir kein Krokosteak gejagt hast, tsesseseee. Ich habe Dich trotzdem lieb!)
Sie hatte vielleicht viel zu berichten. Toll! Ich beneide sie wirklich! Vielleicht schreibt sie uns ja mal die eine oder andere Story hier rein.
Das war eine Freude, als sie endlich zurück war. Aber lange haben wir uns nicht gesehen, denn am 07. Mai bin ich in Urlaub gefahren. Zusammen mit Josy.

Wir haben zwei Wochen bei Oma und Opa in Wieseck verbracht und ich habe mir die allerbeste Mühe gegeben, dass es den beiden nicht langweilig wird. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen Grin
Aber es war schön dort. Ich darf hoffentlich mal wieder hin.

Naja, alles Schöne geht einmal vorüber. Auch für Jessica und Jörg, die in der Türkei im Urlaub waren.

Am 23. haben sie uns dann wieder abgeholt. Welch ein Jubel. Ich habe mich kaum noch beherrschen können, als ich die beiden wieder gesehen habe.

Aber Jessica ist gleich zwei Tage später schon wieder abgehauen. Auf Frauentour in die Eifel. Sie haben dort ein verlängertes Pfingstreitwochenende absolviert.
Das war bestimmt so was ähnliches wie das Wiesbadener Pfingstreitturnier, das auch im TV gezeigt wurde.

Josy, Jörg und ich haben dann ein laues Wochenende durchgezogen. Am Freitag war das Wetter ja auch noch schön und wir sassen bis spät in der Nacht auf der Terrasse.
Samstag kam dann eine Windböe und hat unser Pavillon kaputt gemacht. *grrrr*

Am Freitag waren wir in der Hundeschule. Da war nicht viel los. Nur Paula, Paulas Britta und Thomas, Leo mit seiner Tina. Und natürlich ich mit Jörg im Schlepptau.

Das war aber dennoch ganz nett. Wir sind spazieren gegangen und haben viele Leckerlis bekommen. Und getobt haben Paula und ich. So richtig mit Vollgas über den Platz gerast.
Paula ist ja echt ‘ne Süße, aber ein kleines Problem habe ich mit ihr. Sie geht immer in so ein Wasserbassin, saugt ihren Pelz voll Wasser und trocknet sich dann an mir ab. *hmpf*
Aber, wenn man sich sooooo gerne hat, dann sieht man da mal drüber weg. Smile

Hallo Gino, bei der Gelegenheit: Ne, habe noch nicht schwimmen gelernt. Finde diese stehenden Gewässer irgendwie…, sagen wir…, nass. Im Main war ich ja schonmal bis zum Bauch. Mal sehen, was der Sommer bringt

Sonntag, in der Kleinhundespielstunde, hat Tina mich einen “Eierdieb” genannt.
Gar nicht wahr! Ich habe keine Eier geklaut!
Nur ihr Frühstück, das sie so in Hüfthöhe gehalten hat. Kurzer Anlauf, eleganter Flug und *ZACK* mir! Lecker Marmorkuchen. Tina, den darfst Du öfters mal anbieten. *hhhhmmmm*
War der eigentlich selber gebacken?

Mein Stunt…. Ihr erinnert Euch, wenn nicht könnt Ihr es hier nochmal nachlesen.
Es kann sein, dass der doch nicht so 100%ig ohne Schaden verlief. Ich hatte danach ab und an einen ganz komischen Schluckauf. So mit Röchelgeräusch. Ist aber schon wieder besser geworden. Puh! Sonst hätte ich unter einen Radiostrahl und evtl. auch noch unters Messer gemusst.

Die Ann-Cathrin hat jetzt alle paar Wochen einen Hundegast. Die Lisa. Eine ältere Dame von 13 Jahren.
Wir haben uns das erste Mal außerhalb unserer Gärten, sozusagen im Niemandsland, getroffen. Spielen wollte sie nicht mit mir. Naja, kenne ich ja, die Omis…. Smile
Ich glaube, sie hat mir Josy über die “Jugend von heute” gelästert….

Meine Menschen sind momentan etwas am, naja, ich will nicht sagen “verzweifeln”, aber es geht in die Richtung.
Ich finde es unheimlich toll, rumzukläffen. Das mache ich ja nicht böswillig und auch nur zu Hause (oder dort, wo ich mich zu Hause fühle, wie bei Oma und Opa).
Unterwegs bin ich ganz lieb und leise. Zu Hause bin ich lieb.
Wenn ein fremdes Geräusch ertönt, dann muss ich laut bellen. Wenn jemand vor dem Garten, am besten noch sich unterhaltend, vorbei geht, dann wird zur Begrüßung mal gebellt.
Steht wer an der Haustür… Was gibt es schöneres als ein kleines Kläffliedchen zur Begrüßung.
Oder Lisa im Nachbargarten…. Stundenlang mit wachsender Begeisterung.

Ist ja nicht so, dass ich da aggressiv bin. Ne! Im Gegenteil! Ich will doch nur, dass ich beachtet werde. Aber es beachtet mich keiner. Da bell ich halt mal weiter.

Jörg meint, wenn jemand ein Rezept dagegen wüsste, soll er es ihm mitteilen.